Kreditkartenwechsel

Liebe Leser,

heute nur ein kurzer Beitrag und ein wenig Werbung;) Ich habe diese Woche meine Kreditkarte gewechselt. Bisher hatte ich meine Kreditkarte bei der Sparkasse, bin jetzt aber zu Barclaycard gewechselt. Die Konditionen im Vergleich:

 SparkasseBarclaycard
Typ:MastercardVisa
Jahresgebühr30€0€
Geld abheben (Euro)kostenpflichtigkostenlos
Startguthaben:0€25€

Ich spare mir durch den Wechsel also die 30€ Jahresgebühr und bekomme noch Startguthaben. Geldauszahlung im Euroraum ist auch noch kostenlos. Eine Zahlung in einer anderen Währung als € kostet 1.99% Gebühren extra. Ein Detail gibt es jedoch zu beachten: Standardmäßig wird monatlich nur ein Teil des offenen Betrags ausgeglichen. Der Rest verbleibt auf den Kreditkartenkonto als Schulden und wird hoch verzinst. Dies lässt sich jedoch durch einen kurzen Anruf ändern, sodass monatlich der gesamte offene Betrag ausgeglichen wird. Der Antrag kann online ausgefüllt werden und unterschrieben eingesendet werden. Die Identifikation kann in jeder Postfiliale oder online (per Webcam) erfolgen.

Falls euch das interessiert, so geht’s hier zum Angebot:

Zur Barclaycard New Visa (*)

 

Alles Gute und ein schönes Wochenende,

Hendrik


(*) Das ist ein Affiliate-Link. Ihr habt dadurch keinen Nachteil, aber ich bekomme eine kleine Provision, wenn ihr die Kreditkarte darüber abschließt. Diese Provision hilft der Finanzierung des Projektes.

Früher war alles besser

Liebe Leser,

die heutigen Sparer haben es schwer. Die Inflationsrate, also die durchschnittliche Teuerung, lag im Januar 2017 bei 1.9%, nach 1.7% im Dezember 2016. Die durchschnittliche Verzinsung, z.B. auf Tagesgeldkonten, liegt hingegen nur gerade noch über null. Ich habe einmal die jährlichen Inflationsraten und dagegen die durchschnittliche Verzinsung auf Tagesgeldkonten aus den Daten der Bundesbank herausgesucht und in einer Grafik dargestellt:


Im Grunde liegt also seit mindestens 2003, mit der Ausnahme von 2009, die Inflation über dem Durchschnittszins. Ganz besonders groß war die Differenz in 2011, nämlich bei etwa 1.5%. Sollte der aktuelle Trend sind fortsetzen, so wird es in diesem Jahr noch extremer. Jeder Sparer, der sein Geld auf einem Tagesgeldkonto parkt macht also de facto Verlust in Höhe der Differenz von Inflation und Tagesgeldzinssatz. Die Konsequenz ist ernüchternd, denn Spar- und Tagesgeldkonten gehören zu den quasi risikofreien Anlagemöglichkeiten.

Die klassischen Geldanlagen in der Generation meiner Eltern – das Sparkonto und der Bausparvertrag – sind heute reine Verlustgeschäfte. Früher bekam man auf dem Sparkonto 4 oder teils sogar 5 Prozent Zinsen, das war sogar noch in den 90er Jahren so. Heute sind es auf meinem Tagesgeldkonto noch 0.05%. Viele Menschen halten, aber teils aus Unwissenheit, teils aus Unsicherheit oder Angst, immer noch an diesen Konzepten zur Geldanlage fest. Doch die Zeit, in der sich das Geld auf Tagesgeld- und Sparkonten munter vermehrt, ist leider vorbei. Meiner Meinung nach kommt sie auch nicht wieder, denn ich habe ehrliche Zweifel, dass der Leitzins nochmal deutlich über 2 Prozent steigt.

Fazit: Ohne Risiko ist leider keine Rendite mehr möglich. Selbst Werterhaltung des Geldes funktioniert nicht ohne ein gewisses Risiko.

Was mache ich: Man sollte immer einen gewissen Notgroschen zur Hand haben. Ich halte daher auf einem Tagesgeldkonto circa zwei Monatsgehälter vor. Darüber hinaus lege ich mein Geld in gemischten und breit gestreuten ETFs an. Ein Teil der Anlage liegt in einem ETF auf europäische Staatsanleihen und dient als sicherer wenig schwankender Anteil. Der andere Teil meiner Anlage steckt in einem ETF auf den MSCI World und damit in mehr als 1600 Unternehmen weltweit. Dieser Teil der Geldanlage sorgt langfristig für die Rendite, schwankt aber mitunter sehr starkt. Durch die breite Streuung wird das Risiko gemindert. In meinen Musterdepots stelle ich Einmalanlagen und Sparpläne vor. Zusätzlich möchte auf auf meine Artikel zu ETF Musterdepot und zu ETF-Sparplan hinweisen.

 

Alles Gute weiterhin,

Hendrik

ETF-Sparplan mit Musterdepot

Liebe Leser,

wir haben in früheren Beiträgen bereits ETF’s als kostengünstiges Investment kennen gelernt. Ebenfalls haben wir gesehen, dass Depots, welche eine Mischung aus einem ETF auf den MSCI World und einem ETF auf europäische Staatsanleihen beinhalten, eine einfache Möglichkeit sind langfristig und breit gestreut Geld anzulegen.

Einschub: Hier geht’s zum Einstiegsbeitrag über ETFs und hier findet ihr meinen Beitrag zur ETF-Geldanlage.

Mit meinem heutigen Beitrag möchte ich dieses Thema mit regelmäßigem sparen verknüpfen, denn viele Banken, insbesondere Direktbanken, bieten sogenannte Sparpläne auf verschiedene Produkte an. Bei einem Sparplan wird monatlich (wahlweise oft auch viertel- oder halbjährlich) ein bestimmter Betrag vom Konto abgebucht. Mit diesem Geld werden dann Fonds oder Aktien gekauft. Das Besondere dabei ist, dass keine ganzen Stückzahlen gekauft werden müssen, sondern auch z.B. 1.34928 Anteile von einem Fonds möglich sind. Viele Banken bieten auch Produkte ohne Gebühren an, sodass dann garantiert die gesamte Summe investiert wird. Zusätzlich lassen sich Sparpläne oft schon ab monatlichen Raten von 25€ abschließen und sind somit auch für den kleinen Geldbeutel attraktiv. Interessant an Sparplänen ist auch, dass fallende Kurse in sofern interessant sind, als dass dann eben mehr Anteile für den gleichen Betrag gekauft werden können.

Analog zu unseren ETF-Musterdepots möchte ich nun Sparplan-Musterdepots vorstellen – ein offensives, ein ausgewogenes und ein defensives Depot. Der Aktienanteil, wird durch einen ETF auf den MSCI World wiedergegeben und bietet höhere Renditechancen. Die zweite Komponente stellt ein ETF auf europäische Staatsanleihen und bildet eine weniger schwankende Komponente mit begrenzten Renditechancen. Hier nochmal der Überblick über beide Produkte:

KomponenteAnbieterISINGebühr p.a.Perf. 2016Perf. 2015Perf. 2014Perf. 2013Perf. 2012
MSCI WorldComstageLU03924945620.20%+10,82%+10,53%+19,69%+22,64% +12,13%
db x-trackersLU02742086920.45%+10,44%+10,70%+20,02%+21,49%+12,62%
Staatsanleihen EuroComstageLU04446056450.12%+3,20%+1,23%+11,94% +2,57% +11,01%
db x-trackersLU02903557170.15%+3,35%+1,48%+12,89%+2,06%+10,83%

Zu beiden ETFs habe ich exemplarisch das Comstage und das db x-trackers Produkt aufgelistet. Jedoch gibt es hier auch analoge ETFs weiterer Anbieter.

Für das Sparplan Musterdepot nehmen wir nun an, dass wir ab dem 01.01.2012 monatlich jeweils 100€ eingezahlt haben. Je nach Depotvariante gehen davon 75€ in den ETF auf den MSCI World und 25€ in den ETF auf europäische Staatsanleihen (offensiv), 50€ in jedes der Produkte (ausgewogen) oder 25€ in den MSCI World und 75€ in den Rentenfonds (defensiv).

Hier die drei Varianten mit Performance nach Jahr im Überblick. Insgesamt sind die Zahlen der Einmalanlage recht ähnlich.

DepotvarianteAnteil MSCI WorldAnteil Staats- anleihen EuroStand (04.02.2017)Perf. 2016Perf. 2015Perf. 2014Perf. 2013Perf. 2012
Offensiv75%25% 8.240,72€+9,79%+7,90%+18,58%+15,59%+7,64%
Ausgewogen50%50%7.749,52€+7,69%+5,83%+16,39%+11,09%+8,54%
Defensiv25%75%7.258,31€+5,39%+3,61%+14,08%+6,63%+9,44%

Zur besseren Übersicht habe ich die Performanceentwicklung noch einmal in einer Grafik visualisiert:


Neben der relativen Renditeentwicklung interessiert uns natürlich auch die absolute Wertentwicklung der Depots:

Wir sehen zu Beginn sehr genau die monatlichen Einzahlungen von 100€ und die daraus resultierenden Treppenstufen. Doch warum sind zu Beginn die Treppenstufen klar sichtbar und später nicht mehr? Das hat den einfachen Grund, dass die Anlagesumme viel höher ist. Sinkt zum Beispiel eine Anlage von 500€ um 2%, so geht es 10€ nach unten – das ist auf der Skala oben kaum sichtbar. Sinkt dagegen eine Anlage von 8.000€ um 2%, so geht es 160€ nach unten – das sieht man schon eher. Die höhere Rendite des ausgeglichenen und offensiven Depots (siehe oben) sieht man dann im Laufe der Zeit immer deutlicher. Trotz gleicher Einzahlungen erhöht sich der absolute Wert des Depots deutlich stärker.

Kommen wir zur Interpretation: Seit 2012 sind die Depots mit höheren Aktienquoten besser gelaufen. Es ist aber zu erwarten, dass diese Depots bei einem Kursrutsch an den Aktienmärkten auch deutlich stärker sinken. Wie viel Risiko man eingehen möchte ist eine persönliche Entscheidung. Jeder investierte Euro muss entbehrbar sein (zumindest über einen Zeitraum von 10 – 15 Jahren). Auch können herbe Verluste eintreten – sogar ein Totalverlust ist (zwar extrem unwahrscheinlich, aber ) möglich. Wer kein Risiko eingehen möchte, der setzt besser auf Tagesgeld oder Festgeld. Diese Sicherheit kostet jedoch massiv Rendite. Das ist eine komplexe Entscheidung.

Für den Nachbau des Musterdepots benötigt ihr zunächst ein Wertpapierdepot. Ich rate zu Onlineanbietern, da sie deutlich bessere Konditionen haben, als Hausbanken. Ich bin zum Beispiel bei der Consorsbank, dort sind Sparpläne ab 25€ möglich und es gibt für Sonderaktionen für Comstage Produkte.

Alles Gute weiterhin,

Hendrik

Zeit für den Vertrags- und Versicherungscheck

Liebe Leser,

das neue Jahr ist nun schon knapp vier Wochen alt. Für mich ist das  immer eine gute Gelegenheit meine Verträge, Versicherungen und Abos einmal alle auf den Prüfstand zu stellen. Prinzipiell weiß man natürlich was alles abgeschlossen ist, aber ich finde es hilfreich eine Excel-Tabelle (oder klassisch auf Papier;) ) zu erstellen. Dort trage ich ein: Art des Produkts (z.B. Autoversicherung), Anbieter, Anschrift, Kundennummer, Vertragslaufzeit, Status, monatliche Kosten. Das hilft schon einen Überblick zu kommen. Dann überlege ich bei jedem Vertrag/Versicherung/Abo: Brauche ich das überhaupt? Falls ja, gibt es vielleicht eine günstigere Alternative? Diese Fragen lassen sich natürlich nicht pauschal beantworten, deshalb möchte ich auf ein paar Punkte im Detail eingehen.

  • Stromanbieter: Hier lässt sich einfach und unkompliziert Geld sparen. Meinen Vertrag kündige ich einfach alle 12 Monate (z.B. über Aboalarm) und suche mir über Vergleichsportale wie Verivox oder Check24 einen neuen Anbieter. Hier suche ich mir nicht unbedingt den allergünstigsten Anbieter aus, sondern beziehe auch Kundenbewertungen und Bekanntheit des Unternehmens in meine Wahl mit ein. Den gesamten Wechsel übernimmt mein neuer Anbieter, ich muss lediglich zum Vertragsende meinen Zählenstand auf eine Postkarte schreiben und einschicken. Ich spare so locker 200€ im Jahr!
  • Internet/Telefon: Hier kündige ich grundsätzlich meinen Vertrag, nachdem er aktiv ist. Ich habe bei uns in Münster die Wahl zwischen Kabelinternet und „normalem“ über’s Telefonkabel und somit die freie Wahl zwischen allen Anbietern. Ich hatte mir eigentlich schon einen neuen Anbieter ausgesucht, jedoch rief mich kurz vor dem letzten Vertragsende im November mein Altanbieter an und bot mir die Bedingungen eines Neuvertrags an, wenn ich meinen Vertrag verlängere. Das hätte ohne laufende Kündigung sicher nicht getan. Außerdem: Eine Kündigung lässt sich jederzeit zurückziehen. Der Anbieter beschwert sich darüber bestimmt nicht.
  • Handyvertrag: Hier kündige ich ebenfalls immer direkt zu Vertragsende und wechsel den Anbieter. Ich bin im letzten Herbst zur Telekom gewechselt, aber habe mir vorher die Gesamtkostenrechnung bei Mydealz angesehen. Fleißige User rechnen dort, wie teuer ein Vertrag wird wenn man alle Boni und Erträge durch den Verkauf der Hardware mit einbezieht. Ich habe daraufhin einen Vertrag mit Handy genommen und das Handy direkt verkauft, weil mein altes Gerät mit seinen zwei Jahren immer noch super funktioniert. Netto komme ich so auf etwas weniger als 10€ pro Monat.
  • Krankenversicherung: Auch bei der Krankenversicherung gibt es für mich beträchtliches Sparpotential. Ich bin gesetzlich versichert und kann daher frei zwischen den Krankenkassen wechseln. Die Leistungen überschneiden sich zu 95%. Ein Wechsel ist immer möglich wenn man wenigstens 18 Monate Mitglied ist, wenn entweder die Kasse ihren Zusatzbeitrag erhöht. Spar man so 0.5% vom Zusatzbeitrag, so entspricht das im Prinzip einer Lohnerhöhung in ähnlicher Höhe!
  • Sonstige Versicherungen: Meine sonstigen Versicherungen (z.B. Privathaftpflicht, Rechtschutz, Hausrat etc.) kann ich in der Regel jährlich kündigen. Ich erkundige dann immer, ob es eine günstigere Versicherung mit dem gleichen Schutz, oder vielleicht eine Tarif zu gleichen Konditionen aber mit besserem Schutz gibt. Auch gilt es zu bedenken, dass Paare, die unter einem Dach leben, in der Regel nur eine der genannten Versicherungen benötigen.
  • Zeitschriftenabos: Bei Zeitungs- und Zeitschriftenabos stelle ich mir beim Check immer die ehrliche Frage: Liest du das auch regelmäßig? Oft muss ich nein sagen, denn mir fehlt die Zeit dazu. Deshalb reicht es oft aus, wenn man sich das Heft dann und wann mal beim Kiosk kauft.

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar sinnvolle Anregungen geben.

Alles Gute weiterhin,

Hendrik