Zeit für den Vertrags- und Versicherungscheck

Liebe Leser,

das neue Jahr ist nun schon knapp vier Wochen alt. Für mich ist das  immer eine gute Gelegenheit meine Verträge, Versicherungen und Abos einmal alle auf den Prüfstand zu stellen. Prinzipiell weiß man natürlich was alles abgeschlossen ist, aber ich finde es hilfreich eine Excel-Tabelle (oder klassisch auf Papier;) ) zu erstellen. Dort trage ich ein: Art des Produkts (z.B. Autoversicherung), Anbieter, Anschrift, Kundennummer, Vertragslaufzeit, Status, monatliche Kosten. Das hilft schon einen Überblick zu kommen. Dann überlege ich bei jedem Vertrag/Versicherung/Abo: Brauche ich das überhaupt? Falls ja, gibt es vielleicht eine günstigere Alternative? Diese Fragen lassen sich natürlich nicht pauschal beantworten, deshalb möchte ich auf ein paar Punkte im Detail eingehen.

  • Stromanbieter: Hier lässt sich einfach und unkompliziert Geld sparen. Meinen Vertrag kündige ich einfach alle 12 Monate (z.B. über Aboalarm) und suche mir über Vergleichsportale wie Verivox oder Check24 einen neuen Anbieter. Hier suche ich mir nicht unbedingt den allergünstigsten Anbieter aus, sondern beziehe auch Kundenbewertungen und Bekanntheit des Unternehmens in meine Wahl mit ein. Den gesamten Wechsel übernimmt mein neuer Anbieter, ich muss lediglich zum Vertragsende meinen Zählenstand auf eine Postkarte schreiben und einschicken. Ich spare so locker 200€ im Jahr!
  • Internet/Telefon: Hier kündige ich grundsätzlich meinen Vertrag, nachdem er aktiv ist. Ich habe bei uns in Münster die Wahl zwischen Kabelinternet und „normalem“ über’s Telefonkabel und somit die freie Wahl zwischen allen Anbietern. Ich hatte mir eigentlich schon einen neuen Anbieter ausgesucht, jedoch rief mich kurz vor dem letzten Vertragsende im November mein Altanbieter an und bot mir die Bedingungen eines Neuvertrags an, wenn ich meinen Vertrag verlängere. Das hätte ohne laufende Kündigung sicher nicht getan. Außerdem: Eine Kündigung lässt sich jederzeit zurückziehen. Der Anbieter beschwert sich darüber bestimmt nicht.
  • Handyvertrag: Hier kündige ich ebenfalls immer direkt zu Vertragsende und wechsel den Anbieter. Ich bin im letzten Herbst zur Telekom gewechselt, aber habe mir vorher die Gesamtkostenrechnung bei Mydealz angesehen. Fleißige User rechnen dort, wie teuer ein Vertrag wird wenn man alle Boni und Erträge durch den Verkauf der Hardware mit einbezieht. Ich habe daraufhin einen Vertrag mit Handy genommen und das Handy direkt verkauft, weil mein altes Gerät mit seinen zwei Jahren immer noch super funktioniert. Netto komme ich so auf etwas weniger als 10€ pro Monat.
  • Krankenversicherung: Auch bei der Krankenversicherung gibt es für mich beträchtliches Sparpotential. Ich bin gesetzlich versichert und kann daher frei zwischen den Krankenkassen wechseln. Die Leistungen überschneiden sich zu 95%. Ein Wechsel ist immer möglich wenn man wenigstens 18 Monate Mitglied ist, wenn entweder die Kasse ihren Zusatzbeitrag erhöht. Spar man so 0.5% vom Zusatzbeitrag, so entspricht das im Prinzip einer Lohnerhöhung in ähnlicher Höhe!
  • Sonstige Versicherungen: Meine sonstigen Versicherungen (z.B. Privathaftpflicht, Rechtschutz, Hausrat etc.) kann ich in der Regel jährlich kündigen. Ich erkundige dann immer, ob es eine günstigere Versicherung mit dem gleichen Schutz, oder vielleicht eine Tarif zu gleichen Konditionen aber mit besserem Schutz gibt. Auch gilt es zu bedenken, dass Paare, die unter einem Dach leben, in der Regel nur eine der genannten Versicherungen benötigen.
  • Zeitschriftenabos: Bei Zeitungs- und Zeitschriftenabos stelle ich mir beim Check immer die ehrliche Frage: Liest du das auch regelmäßig? Oft muss ich nein sagen, denn mir fehlt die Zeit dazu. Deshalb reicht es oft aus, wenn man sich das Heft dann und wann mal beim Kiosk kauft.

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar sinnvolle Anregungen geben.

Alles Gute weiterhin,

Hendrik

Ein Kommentar

  • Eine sehr schöne Übersicht. Vielen ist garnicht bewusst, was bei o.g. Auflistung tatsächlich an Geld eingespart werden kann, wenn man sich ein wenig damit auseinander setzt. Die Zeit dafür sollte man sich unbedingt nehmen.

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